Strahlenschutz in der Röntgendiagnostik

Im Bereich der Röntgendiagnostik kann auf einen hochwertigen Strahlenschutz nicht verzichtet werden. Entwickelt wird dieser nach dem sogenannten ALARA Prinzip. Das bedeutet, dass der bestmögliche Strahlenschutz für die geringstmögliche Belastung notwendig ist. 

Für die Sicherheit vor Strahlung gibt es drei maßgebliche Faktoren. Sie lauten Entfernung zur Strahlungsquelle, Abschirmung vor der Strahlung und Dauer der Strahlung. Mitarbeiter in radiologischen Praxen sollten daher grundsätzlich so wenig Nähe wie möglich zu allen radioaktiven Quellen haben und so viel Abstand halten, wie es geht. Um die Sicherheitsaspekte weiter zu erhöhen, sollte Abschirmmaterial verwendet werden. Nur wenn die Berechnung der erforderlichen Dicke von Experten vorgenommen wird, kann der bestmögliche Schutz erreicht werden. 

Am häufigsten werden Beton, Blei oder Wolfram verwendet. Die Wahl wird anhand des verfügbaren Budgets, aber auch anhand der notwendigen Abschirmgröße getroffen. Je nach Art der Strahlung sind andere Methoden erforderlich, denn die entstehenden Strahlen werden zunächst in ionisierende und indirekt ionisierende Strahlen eingeteilt. Röntgenstrahlen, Gammastrahlen und Neutronen fallen in die Gruppe der indirekten Ionisierung.

Strahlenschutzlösungen sind daher nicht nur für die medizinischen Bereiche in Krankenhäusern, Arztpraxen und Fachzentren erforderlich. Auch im Bereich der Forschung und insbesondere im Arbeitsfeld rund um das Thema Kernenergie ist relevanter Strahlenschutz erforderlich. Ob Bleiziegel, Flächenschutz, Bleiabschirmung oder Wolframschilde, die Möglichkeiten, Menschen nach bestem Wissen und Gewissen vor drohender Strahlenbelastung zu schützen sind groß. 

Sinn und Zweck der immer neuen Optimierung und Erstellung von Strahlenschutzmöglichkeiten ist es, den Nutzen immer weiter zu präzisieren und dabei den Aufwand gering zu halten. Denn während noch vor vielen Jahrzehnten komplexe Gebilde notwendig waren, um beispielsweise Röntgenstrahlen von Patienten in Krankenhäusern und Mitarbeitern fernzuhalten, werden heute die kleinstmöglichen Schilde genutzt, die dennoch maximalen Schutz versprechen. Denn je mehr Komfort, desto besser die Handhabung. Und je mehr Schutz, desto geringer die Auswirkungen der Strahlen auf Personal, Patienten und andere Personen.