Microsoft HoloLens 2 im Test

Bisher gab es erst wenige Möglichkeiten, die neue HoloLens 2 genau unter die Lupe zu nehmen. Sie wurde nur auf einigen Publikumsmessen vorgestellt und das war es auch schon. Nun gab es aber ein Event zum Jahresende, wo Experten endlich einmal selbst die futuristische Brille aufsetzen durften. Ob sich die Investition über mindestens 3.500 US-Dollar lohnt oder nicht, zeigen wir.

Bei der HoloLens 2 handelt es sich um ein sogenanntes Mixed-Reality-Headset, kurz MR-Headset. Schon im Januar 2015 stellte Microsoft seine erste HoloLens vor, doch erst die zweite HoloLens, welche vier Jahre später dem Publikum präsentiert werden sollte, lenkte die Aufmerksamkeit auf sich. Zu erwähnen ist, dass der Anwendungsfokus aktuell noch sehr spezifisch ausfällt. Wichtig ist, dass Sie das MR-Headset nicht mit einem VR-Headset verwechseln. Bei VR, der Virtual-Reality, tauchen Sie mit der Brille in eine fremde und vollkommen digitale Welt ein. VR-Headsets kommen dabei vor allem bei Videospielen zum Einsatz. Das MR-Headset vermischt hingegen die reale Umgebung mit einem Computerbild. Insofern ist die HoloLens 2 nicht nur für Gamer interessant, sondern sie kann auch in der Industrie zum Einsatz kommen. Zum Beispiel bei Bau- und Schauplänen oder auch Entwicklungsdokumenten, die bisher nur auf Papier oder einem Tablet vorlagen. Nun ist es möglich, dass Sie solche Dokumente frei im Raum platzieren, von allen Seiten betrachten und auch bearbeiten können.

Ein großer Unterschied zur ersten Generation ist der Tragekomfort. Die HoloLens 2 ist deutlich angenehmer und nicht so kopflastig. Außerdem hat Microsoft den Akku nach hinten verlagert, wodurch sich das gesamte Gewicht deutlich besser verteilt. Schon nach wenigen Minuten fällt das Tragen kaum mehr auf. Ein wichtiger Bestandteil sind die Tracking-Kameras. Sie nehmen Ihre Bewegungen auf und ermöglichen, dass Sie etwas Virtuelles vor sich greifen, bewegen und ändern können. Wie zum Beispiel in der Demo von Microsoft, wo ein Stück Käse auf einem Tisch erschien, welches Sie einem virtuellen Hund geben konnten. Hinzu kommt die Innenkamera, welche das Eye-Tracking übernimmt. Durch jene kann sich das Headset auf den Träger einstellen und kalibrieren. Darüber hinaus gibt es noch bestimmte Gesten, welche die bewusste Steuerung erlauben. Zum Beispiel eine geöffnete und flache Hand, die Sie vor sich halten, öffnet das Menü.